Und dann gehen wir zu einer Premiere nach Bochum und sehen "afterdark" von Murakami und wir haben gelesen den leichten, sanften Ton, die entspannnte Welt der Zwischentöne und Zwischenwelten, die erstaunlichen Räumlichkeiten, die fremde Luft. Wir sehen aus dem Dunkel auf der Bühne verkrampfte, tönenede, nervöse, theatralische Großstadtfiguren (verstörte), in einer inszenierten Großstadtkälte, natürlich Videoprojektionen (gibt es heute überhaupt noch Theater ohne Beamer?) Und wir trinken Bier und Wein danach, in der schönen, leisen Theater-Bar, weil es noch regnet in Bochum. Der VFL hat 1:1 gegen Dortmund gespielt und, wie ich erfahre, der FC nur 0:0, und wir essen Käse und Früchte, später, im lauten Hotelrestaurant, benutzt von lauten Menschen, läuft die Kellnerin hin und her und bringt Kölsch. Meine Liebste hat ein schönes Kostüm an und wir sehen uns in die Augen - und es bleibt Liebe, Liebe, die uns verbindet und es bleibt die andere Welt. Und die ist wirklich. Und später z...
Joe Knipp - Essays - Glossen - Knipp und Klar