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Restaurant

Köln. Innenstadt. Wo früher Menschen in Vorfreude in einem offenen Restaurant mit einem Glas Wein auf den Beginn von Oper oder Schauspiel gewartet haben, steht heute eine Abfertigungshalle für Esser neben einer ewigen Baustelle. Das Ausweichquartier des Schauspiels befindet sich in Mühlheim, das Ausweichquartier der Oper in Deutz. Der Innenstadt fehlt jede Kultur.

Ich sehe mich um. Verschiedene Theken, verschiedene Abteilungen. Bei Romeo und Julia gibt es Frozen Yogurt - ist das richtig geschrieben? -
Eine Theke ‚Gutbürgerliche Küche‘, daneben die für ‚Pasta, Salate und Steaks‘ - worin genau besteht da der Unterschied? - Eine Fresshalle für Besserverdienende und solche die es gerne wären. Töpfe klappern. Fahrstuhlmusik. Die Mädchen und die tätowierten Jungs, die sich etwas zurufen, lassen fremde Sprachen hören.

Große Holztische, kleine Hocker mit karamellfarbenem Kunstleder überzogen. Das ganze Event führt in einen Supermarkt.
Ein Blick über die Straße: auf der Hausfassade steht "Kauf dich glücklich" - in eingekasteten Design-Buchstaben. Auf der anderen Seite das 'Dumont Carré'. Das hat nichts mit Literatur zu tun, ist ein Shoppingcenter.
Früher war hier das Pressehaus und gegenüber ein Italiener, wo sich Künstler, Kölner und Journalisten trafen. Leben eben. Heute steht das Pressehaus in Niehl. Ein Glaspalast, aus dem niemand mehr mit Steinen wirft. Kontakt abgerissen. Presse ist auch nicht mehr wichtig.

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Im Gedenken an meinen Freund Thomas Reis

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Karin Beier bringt die Jelinek im Schauspielhaus zum Tanzen

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Nackt und feucht

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