Der Weihnachtsfilme sind gerade geschafft, da drängt sich schon die nächste Film-Blase in Zeitlupe in unser Gemüt. Viereinhalb Stunden ZDF-Afrika. Riesenhimmel und Riesen-Synthi-Musik, die bombastisch über das Land ausgegossen wird, um Erhabenheit zu suggerieren. Das ist kein Kitsch, denn Iris Berben spielt! Die Kritische, die Couragierte! Von der Riefenstahl über die weiße Massai bis zur Berben sind es drei große Schritte. Wer ist der ihr Regisseur? Ihr Sohn. Und der lässt die Mutter laufen und laufen. Sie haucht und flüstert, keucht und weint sich durch den ganzen Film, durch den ganzen ersten Weltkrieg. Sie schreit kurz, wenn ihr Mann - Atzorn wieder einmal als der harte Lehrer Specht - wenn dieser Mann sie schlagen will, sie schaut bitter, weil Frauen rechtlos sind, sie schreit in Zeitlupe, wenn Soldaten durch die Luft fliegen, Blut spritzt, Feuerbälle aufgehen (Dank an eine Stunde Effekte, Pyrotechnik, Animation und Stunts), sie tränt, wenn sie Abschied nehmen muss vom Sohn, von ...