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Investivlöhne


Nach dem CDU-Parteitag gibt es ein neues Zauberwort: "Investivlöhne". Ich fand, es hat sowieso schon viel zu lange gedauert, dass die Arbeiterschaft (-klasse kommt mir nicht mehr über die Tasten) in das schon nicht mehr ganz taufrische System des globalen Kapitalismus (das Wort geht) besser zu integrieren, auf dass diese Arbeiterschaft, die ja schon ununterbrochen protestiert, den Eindruck hat, doch dazu zu gehören. Nicht nur zum Hartz-System, sondern zum System! Arbeiter und Protest, fragen Sie? Achten Sie einmal auf die Bilder mit den Menschen mit den Trillerpfeifen im Mund, in jeder zweiten Tagesschau. Das ist protestierende Arbeiterschaft. Auch jenseits dieser Bilder wurde in der letzten Zeit die Kritik immer lauter an der Logik der Ausplünderung, des Lohnverzichts bei gleichzeitiger Anhebung der Gehälter von Spitzen-Managern, die zum Dank dann doch die Entlassungen der Massen verfügen, die sich dann bald darauf Trillerpfeifen in den Mund stecken. Allein um das in Zukunft zu verhindern, bitte ich doch sehr darum, dieses System endlich aufzugeben. Eine Beteiligung der übrig gebliebenen Arbeiterschaft an der weltweiten Ausplünderung fördert die Identifikation (das Wort versteht sowieso keiner mehr) nicht nur mit dem Betrieb, sondern mit der Welt und ihrem Oben und Unten. Endlich würde manch gefühlter Unterschichtler dann wieder zum 'Oben' gehören können. Psycho-Hygiene oder Schweigegeld - oder, wie der Stadt-Anzeiger so elegant schreibt: "eine elegante Möglichkeit, die Arbeitnehmer besser an der Globalisierungsdividende des Kapitals zu beteiligen."

Na dann, gut Holz!

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